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Unternehmen, die langfristig denken, müssen ihre Abhängigkeit von fossilen Energieträgern reduzieren. Diese stellen ein betriebswirtschaftliches Risiko dar. Sie sind ein endliches, knappes Gut, das sich in der Kontrolle einiger Weniger befindet und wegen der negativen Wirkung auf das Klima über kurz oder lang weltweit immer stärkeren Einschränkungen unterliegen wird. Wir bei Emmi erproben seit mittlerweile fast 20 Jahren die Eignung alternativer Energiequellen für den Einsatz in der Industrie.

Erneuerbare Energieträger sind für uns kein Neuland. Im Jahr 2000 stellte die Biomolkerei Biedermann im ostschweizerischen Bischofszell als erster Emmi Betrieb auf eine umweltfreundliche Holzschnitzelheizung um. In den letzten zehn Jahren haben sich in der Milchverarbeitung verschiedene alternative Energiequellen bewährt:

 

Holz

  • Wo: CH-Bischofszell (Molkerei Biedermann), CH-Emmen, CH-Hatswil (Käserei Studer)
  • Wissenswertes: Die grösste Herausforderung beim Energieträger Holz ist die Logistik. Werden grosse Holzmengen benötigt, so müssen diese meist über längere Distanzen transportiert werden. Das Verbrennen von Holz verursacht zwar auch CO2. Da aber der Baum beim Wachsen die gleiche Menge CO2 wieder aus der Luft bindet, gilt Holz per Definition als CO2-neutral.

 

Sonne

  • AT-Nüziders, CH-Bever (Lateria Engiadinaisa), CH-Bischofszell (Molkerei Biedermann), CH-Hatswil (Käserei Studer), CH-Saignelégier (Fromagerie de Saignelégier), DE-Dechow (Gläserne Molkerei), USA-Sebastopol (Redwood Hill Farm & Creamery), USA-Petaluma (Cowgirl Creamery), USA-Platteville
  • Wissenswertes: Die Energie der Sonne kann auf zwei Arten genutzt werden: Entweder wird mit Photovoltaik-Zellen Strom oder mit Solar-Kollektoren direkt Wärme produziert. Photovoltaik hat sich in den letzten Jahren stark verbreitet. Der Wirkungsgrad liegt aber mit rund 20 % auf einem tiefen Niveau. Die betriebswirtschaftliche Bewertung ist vor allem von den Fördermitteln abhängig. Beispielsweise liegt in der Schweiz die Payback-Zeit einer solchen Anlage aktuell bei rund 15 Jahren. Die Wärmeproduktion mittels Sonnen-Kollektoren erreicht Wirkungsgrade von bis zu 50 %. Derzeit können solche Anlagen jedoch in der Industrie noch nicht wirtschaftlich betrieben werden. Dies wird sich in den nächsten Jahren wohl ändern.

 

Siedlungsabfälle

  • Wo: CH-Landquart
  • Wissenswertes: Die beim Verbrennen von Siedlungsabfällen entstehende Wärme wird meist in einen Wärmeverbund eingespiesen. Gerade der Anschluss von Industriebetrieben ist besonders interessant, weil sie einen ganzjährigen Bedarf haben. Kritisch sind bei solchen Projekten jedoch die Leitungsführung wie auch die sehr hohen Kosten für die Leitung.
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