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Zwischen Emmi und ihren Milchlieferanten besteht eine enge Beziehung. So befindet sich die Mehrheit der Aktien von Emmi in den Händen von Milchbauern. Ein genauer Blick auf die über 110 Jahre gewachsene Beziehung zwischen Emmi und den Milchbauern lohnt sich auf jeden Fall.

1907 gründen 62 Genossenschaften den Zentralschweizerischen Milchverband Luzern (MVL). Dieser fasst 1919 durch den Kauf der Milch der Käsereigenossenschaft Neuhüsern in der Gemeinde Emmen im Kanton Luzern Fuss. Anfänglich wird dort in den 1920er-Jahren lediglich der Hartkäse Sbrinz hergestellt, in den 1940er-Jahren kommt die Weichkäseproduktion dazu.

 

Heimatort Emmen

1947 ist die Geburtsstunde der Marke Emmi, unter der zuerst Käse, und dann ab 1954 auch Jogurts vertrieben werden. 1960 wird im nahe gelegenen Dagmersellen ein weiterer Produktionsbetrieb erbaut, um die stetig steigenden Milcheinlieferungen verarbeiten zu können. In den folgenden Jahrzehnten wächst der Absatz stetig, neben Käse werden vermehrt auch Jogurts exportiert.

 

Milch und Markt trennen

An der Generalversammlung des MVL (seit 1999 ZMP) vom 23. Juni 1993 entscheiden die Genossenschaftsmitglieder, dass inskünftig die Aktivitäten des Milchverbands von den kommerziellen Entscheiden getrennt werden sollen. Sie beschliessen die Gründung der Emmi AG.

Das Unternehmen erhält den Auftrag, mit seiner Strategie die nationale Marktführerschaft und durch Exportausweitung und Lizenzvergaben eine Stärkung der Auslandstätigkeit anzustreben.

1998 organisiert sich der MVL neu und trennt den milchbäuerlichen Verband und das Unternehmen auch personell.

 

Börsengang bringt Kapital für Wachstum

Anfang 2000, im Zuge der kompletten politischen Neuordnung der Milchbranche in der Schweiz, setzt sich der Vorstand des ZMP mit den Risiken, den Vor- und Nachteilen eines Börsengangs von Emmi fundiert auseinander und beschliesst am 5. Juli 2004 eine Aktienkapitalerhöhung und somit den Gang an die Börse.

Nach wie vor befindet sich die Mehrheit der Emmi Aktien im Besitz der Zentralschweizer Milchbauern. Per Ende 2018 hält die ZMP Invest AG (eine Tochtergesellschaft der ZMP) 53,2 % der Aktien. Zweit- und drittgrösste Aktionäre sind mit dem Zentralschweizer Milchkäuferverband und dem Milchverband der Nordwestschweiz zwei weitere milchbäuerliche Akteure.

 

Emmi Strategie in milchbäuerlicher Hand

Als Hauptaktionärin nimmt die ZMP wesentlichen Einfluss auf die Strategie von Emmi. Von total neun Verwaltungsratsmitgliedern sind drei – Christian Arnold-Fässler, Franz Steiger und Thomas Oehen-Bühlmann – gleichzeitig Vorstandsmitglieder der ZMP und zwei weitere – Monique Bourquin und Verwaltungsratspräsident Konrad Graber – amten im Auftrag des ZMP-Vorstands.

 

Am Unternehmenserfolg beteiligt

Auf milchbäuerlicher Seite ist allen Entscheidungsträgern klar, dass der Auftritt von Emmi am Markt so wenig als möglich durch bäuerliche Interessen beeinflusst werden darf. Ein langfristig erfolgreiches und stabiles Unternehmen sichert die Zukunft der dahinter stehenden Milchlieferanten. Beteiligt am Erfolg von Emmi sind ihre Eigentümer über die Gewinnausschüttung (Dividende) und den Wertzuwachs des Unternehmens. Dieser ist beträchtlich. So beendete die Emmi Aktie das Jahr des Börsengangs (2004) mit einem Kurs von 115 Schweizer Franken. Ende 2019 waren es 700 Franken mehr. Für das Geschäftsjahr 2018 wurde ein durchschnittliches ZMP-Mitglied mit rund 5 600 Franken am Gewinn beteiligt.

 

Genossenschaft Zentralschweizer Milchproduzenten (ZMP): http://www.zmp.ch/

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