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Emmi und die Milchbauern gehören zusammen. Wir können nur miteinander Erfolg haben.

Manuel Hauser, Leiter Beschaffung Emmi Gruppe
Manuel Hauser,

Leiter Beschaffung Emmi Gruppe

Emmi ruft die Bauern auf, sich als Botschafter zu melden. Erfreulich ist, wie viele Landwirte sich zu uns bekennen. Dass wir unsere Rohstofflieferanten ins Zentrum stellen, hat verschiedene Gründe. Profitieren können alle davon. Auch die Konsumenten.

«Wenn ich in einem Restaurant ein Rähmli bekomme, das nicht von Emmi ist, gehe ich in die Küche, bedanke mich für das gute Essen und weise den Chef darauf hin, dass nur im Emmi Rähmli Milch aus dieser Region steckt.» Hanspeter Schmitz sitzt beim Frühstück in der Bauernstube, zusammen mit seiner Frau Käthi, seinem Sohn Alexander und dem Lehrling Brian Trösch. Die 60 Milchkühe sind gemolken, in einer halben Stunde kommt der Tankwagen, der pro Tag rund 1500 Liter Milch abholt und später an Emmi, meistens in Ostermundigen, abliefert.

 

Zeigen, was wir machen

Der Berner ist ein überzeugter Botschafter von Emmi und das seit langem. Nicht nur, dass er in leicht erzieherischem Ton die Bevölkerung darauf sensibilisiert, möglichst einheimische Produkte – Emmi Produkte – zu konsumieren. Seit über zehn Jahren ist er auch dafür besorgt, dass an der herbstlichen Kuhparade durch seine Wohngemeinde Wiedlisbach (BE) gegen 500 Caffè Latte-Becher ans Publikum verteilt werden. «Es ist wichtig, den Leuten zu zeigen, was aus unserer Milch gemacht wird.»

 

Gemeinsam stärker

Hanspeter Schmitz gehört zu den ersten Bauern, die sich als Botschafter für Emmi zur Verfügung stellen. Statt über den Milchpreis zu lamentieren und den Milchverarbeitern die Schuld für Missstände in der Landwirtschaft zu geben, möchte er lieber die positiven Aspekte der Zusammenarbeit herausstreichen.

«Natürlich könnte der Milchpreis besser sein, aber der wird letztlich nicht von Emmi, sondern vom Markt bestimmt. Wenn wir leben wollen, dann müssen wir unsere Milch verkaufen können. Das geschieht über die Produkte, die Emmi herstellt.» Darum sei es ein Geben und Nehmen. «Wenn wir Bauern hinstehen, geben wir den Produkten ein Gesicht. So sehen die Konsumenten, wer hinter dem Jogurt, dem Käse oder der Energy Milk steht. Das schafft Vertrauen. Genau das benötigen wir.»

 

Positives Image gestalten

Vertrauen braucht es auch zwischen den Bauern und Emmi. «Mit der Initiative möchten wir die Verbundenheit zeigen und die Partnerschaft zwischen Rohstofflieferant und Verarbeiter stärken», sagt Nancy Keller, Leiterin des Projektes «Bauern als Botschafter». Für Manuel Hauser, Leiter Einkauf Schweiz, geht es darum, die Zusammenhänge sichtbar zu machen. «Milch steht immer wieder auch in der Kritik. Der Konsum ist rückläufig. Wenn wir zeigen, woher die Milch kommt und glaubwürdig darstellen, wie hoch die Qualität ist, hilft das, ein positives Image zu gestalten.»

 

Mehr als ein Industrieprodukt

Ziel sei eine Art «Lieferantenmarketing», die Herkunft unseres Rohstoffs soll mit Emotionen beladen werden. «Gegenüber einer Marke wie unserer herrscht auch ein gewisses Misstrauen», sagt Reto Hübscher, Leiter Einkauf Milch. «Wir sind die Grossen, also auch die ‹Bösen›. Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, dass wir nicht nur Industrieprodukte herstellen. Wenn Besucher in die Käsereifungshöhle nach Kaltbach kommen, staunen sie und sagen: Wow, das ist nicht nur ein Marketing-Gag, das ist ja echt!» Darum sei es wichtig, zu vermitteln, dass hinter der Milch Bauern mit ihren Familien und Tieren stehen.

Dieser Ansatz stösst auch beim Detailhandel auf Zustimmung: «Dass Emmi ihren Produkten ein Gesicht gibt, ist aus unserer Sicht zu begrüssen», sagt Yves Grüninger, Category Manager Milchprodukte / Eier von Coop. «Die Kunden möchten heute vermehrt wissen, woher ihre Lebensmittel kommen und wer diese produziert hat. Diesem Bedürfnis tragen wir ebenfalls Rechnung, zum Beispiel mit unserer Eigenmarke Coop Naturaplan oder Miini Region.»

 

Schwierige Beziehung

Die Ansprüche punkto Nachhaltigkeit, Tierhaltung, Umweltschutz oder der Herkunft der Futtermittel kommen aber nicht nur vom Detailhandel, sondern auch von den Konsumenten – und von Emmi selber. «Letztlich stehen wir da zwischendrin, wenn es darum geht, diese in die Tat umzusetzen», sagt Reto Hübscher. «Wir sind diejenigen, welche an die Bauern Forderungen stellen.» Klar, dass Emmi sich damit nicht nur beliebt macht. Und einige die Faust im Sack machen. Hinzu kommt der Zankapfel Milchpreis, «obwohl die unabhängig erhobenen Zahlen zeigen, dass wir einen überdurchschnittlichen Milchpreis bezahlen».

 

Projekt mit Wettbewerb

Bauern als Botschafter: Mit dieser Initiative stellt Emmi ihre Milchproduzenten stärker ins Zentrum. Bis Ende 2017 wurden alle Betriebe, welche ihre Milch an Emmi liefern, angeschrieben.
«Wir haben sie eingeladen, sich den Konsumenten vorzustellen», sagt Projektleiterin Nancy Keller. Weit über 100 Betriebe haben sich darauf gemeldet. Jeder Bewerber stellt seinen Hof vor und schickt Bilder ein. Zu sehen sind diese Hofporträts auf der Emmi Webseite. Im Gegenzug schmückt eine ansprechende Hoftafel das jeweilige Stallgebäude. «So sieht jedermann, dass die Milch dieses Hofes zu Emmi geht.»

Wer seinen Hof einem grösseren Publikum präsentieren möchte, kann zusätzlich an einem Wettbewerb teilnehmen. In einer Online-Wahl werden zwölf Botschafter ermittelt. Die Gewinner
werden im Laufe des Jahres in der Zeitschrift «Schweizer Illustrierte» porträtiert. Alle erhalten zudem einen Preis.

 

Unsere Milchlieferanten

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