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Seit vielen Jahren durchleuchten wir die Energieverbräuche unserer Schweizer Produktionsbetriebe systematisch. Damit sparen wir grosse Mengen Energie und reduzieren unsere Kosten um mehrere Millionen Euro pro Jahr. Das sind zwei gute Gründe, um das bewährte Konzept auch in unseren ausländischen Produktionsbetrieben anzuwenden. Begonnen haben wir diesen Frühling bei Lactéos de Navarra in Spanien.

Die spanische Kaiku Gruppe ist eines der langjährigsten Ausland-Engagements von Emmi. Seit 2005 sind wir an Kaiku beteiligt, seit 2012 mit einer Aktienmehrheit. Die Zusammenarbeit zwischen unserer Konzernzentrale in der Schweiz und Kaiku ist intensiv und gut.

 

Know-how überwindet Landesgrenzen

Der Kaiku-Produktionsbetrieb Lácteos de Navarra war einer der ersten ausländischen Betriebe, der das Kostenspar- und Effizienzsteigerungsprogramm Emmi Operational Excellence (EOE) erfolgreich eingeführt hatte. Diese positiven Erfahrungen auf allen Seiten machen den Produktionsstandort in Pamplona, mit seinen rund 150 Mitarbeitenden, zu einem idealen Pilotbetrieb, um die in der Schweiz äusserst erfolgreiche Methode der Energieanalyse anzuwenden.

 

Projektteam schlau zusammenstellen

Wir haben entschieden, diese Analyse mit unserem bewährten, externen Beratungspartner aus Deutschland durchzuführen. Dieser verfügt über langjährige Erfahrungen in der europäischen Milchwirtschaft und in der Zusammenarbeit mit uns. Geleitet wird dieses Projekt durch Bruno Brücker. Der Leiter unseres Produktionsbetriebs in Suhr (Schweiz) ist auf Energiefragen spezialisiert und deshalb gruppenweit für das Fokusthema «Treibhausgase reduzieren» verantwortlich. Die Verbindung zum Betrieb wird durch Victoria Mendez sichergestellt. Die Qualitätsmanagerin ist EOE-Coach für unsere spanischsprachigen Betriebe. Sie stellt sicher, dass sich allfällige Massnahmen, die aus der Energieanalyse abgeleitet werden, optimal in den bereits etablierten EOE-Prozess eingliedern.

Energieverbrauch hat Priorität

In der Diskussion um den Klimaschutz dreht sich derzeit vieles um den Ersatz fossiler Energieträger durch erneuerbare Alternativen. In der betrieblichen Realität kommt vor diesen visionären Überlegungen die trockene, detaillierte Analyse aller Produktionsprozesse. An dieser ressourcenraubenden Analyse führt kein Weg vorbei, denn die umweltfreundlichste (und gleichzeitig günstigste) Energie ist die, die gar nicht verbraucht wird.

Die Analyse wurde Anfang Mai durchgeführt. Sie hat gezeigt, dass es sich lohnt, beim Energieverbrauch genau hinzuschauen. Dazu Victoria Mendez: «Die Energieanalyse hat in unserem Betrieb ein jährliches Sparpotenzial von rund einer halben Million Euro identifiziert. Die entsprechenden Investitionen würden sich innert zwei bis drei Jahren rechnen.»

Das eindrückliche Energie- und Kostensparpotenzial ist keine Überraschung für das Projektteam. «Die typische, europäische Molkerei ist über Jahrzehnte gewachsen, und mit ihr auch das ganze Leitungsnetz und andere Installationen. Wenn man das dann mal systematisch als Ganzes betrachtet, findet man immer Optimierungsmöglichkeiten», so Bruno Brücker. Auch Isolationen und Wärmerückgewinnung sind häufige Themen.

Für die Belegschaft in Pamplona fängt nun die Arbeit erst richtig an. «Es ist toll, dass die Energieanalyse auch konkrete Massnahmen vorschlägt. Viele davon dienen dem Umweltschutz und machen unseren Betrieb profitabler. Wir möchten deshalb so bald als möglich mit der Umsetzung beginnen,» meint Silvia Alvarez, Produktionsleiterin in Pamplona.

 

Pamplona war nur der Anfang

Auch für unsere Energieprofis hat die Arbeit erst begonnen. Im Herbst soll in Tunesien bereits die nächste Analyse in Angriff genommen werden. Das Ziel ist es, bis 2020 die zehn grössten Betriebe ausserhalb der Schweiz analysiert zu haben. Dies ist die Grundlage, um unsere direkten CO2-Emissionen auch nach 2020 weiter reduzieren zu können.

 

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Mit vergleichsweise geringem Aufwand bringt uns die Energieanalyse in Sachen Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit entscheidend voran.

Silvia Alvarez, Produktionsleiterin bei Lactéos de Navarra
Silvia Alvarez,

Produktionsleiterin bei Lactéos de Navarra

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