plus search pin milch mitarbeitende treibhausgase verschwendung next-previous play-02 social-youtube social-xing social-facebook social-kununu

Am Fusse eines Berges, auf einer saftig-grünen, mit zahlreichen Kräutern und Bergblumen gespickten Wiese, grasen zufriedene Kühe. Idyll oder Wirklichkeit? Uns interessiert, wie nahe die Realität auf den Höfen unserer Schweizer Milchlieferanten diesem Bild heute schon kommt. Die Resultate einer Umfrage vom Frühling 2017 geben einen ersten Überblick.

Es ist bekannt, dass die Schweizer Milchbauern im weltweiten Vergleich vorbildlich sind. 81 % der Milchkühe geniessen bereits regelmässigen Auslauf im Freien*, 40 % bewohnen einen besonders tierfreundlichen Laufstall**. Die Futterration einer durchschnittlichen Schweizer Milchkuh erfüllt mit 78 % Raufutter die strengen Wiesenmilchstandards im europäischen Ausland.

Uns interessiert nicht nur der Durchschnitt, sondern jeder einzelne unserer Milchlieferanten. Wir wollen, dass 2020 jegliche Milch in Schweizer Emmi Produkten einen hohen Nachhaltigkeitsstandard erfüllt. Dafür müssen wir wissen, wo jeder einzelne unserer Milchlieferanten steht und was ihm noch fehlt, um in jeder Hinsicht vorbildlich zu sein. Das ist anspruchsvoll, verarbeiten wir doch in unseren Schweizer Produktionsbetrieben die Milch von rund 6000 Höfen.

Diesen Frühling haben wir unter den Milchbauern, bei denen wir Milch direkt einkaufen – also nicht über milchbäuerliche Genossenschaften beziehen – eine erste, freiwillige Umfrage zur Haltung ihrer Milchkühe durchgeführt.

 

Überdurchschnittlich hoher Tierwohlstandard

Von den 1900 angeschriebenen Milchlieferanten haben fast 600 an unserer freiwilligen Umfrage teilgenommen. Dass 89 % dieser Betriebe mit einem zusätzlichen, staatlich geförderten Tierwohl-Label ausgezeichnet sind, freut uns. Hinzu kommt, dass 92 % der Betriebe auf eine raufutterbasierte Fütterung (> 80 % der Ration) setzen. Dabei handelt es sich zu 90 % um Betriebe, die konventionelle Molkereimilch an uns liefern, also keine speziellen Bio-, Demeter- oder Wiesenmilch.

Die Ergebnisse dieser ersten Umfrage lassen den Schluss zu, dass viele unserer Milchlieferanten bereits sehr nachhaltig unterwegs sind. Dies ist eine hervorragende Ausgangslage, um bis 2020 nur noch nachhaltige Schweizer Milch verarbeiten zu können.

Anforderungen Tierwohlbeiträge besonders tierfreundliche Stallhaltung (BTS) und regelmässiger Auslauf im Freien (RAUS): http://milch-umwelt.swissmilk.ch/issue/tierwohl/#explore

*gemäss dem Tierwohlstandard RAUS (Sommer: 26 Tage/Monat, Winter: 13 Tage/Monat)
**gemäss dem Tierwohlstandard BTS

«»

Die Zahlen bestätigen mein Bauchgefühl: Der Tierwohlstandard auf Schweizer Milchviehbetrieben ist sehr hoch.

Reto Hübscher, Leiter Milchbeschaffung
Reto Hübscher,

Leiter Milchbeschaffung

Teilen: