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Emmi ist wie eine Familie!

Manel Zaouali, Aymen Bouchnak, Khouloud Ali, Mitarbeitende von Vitalait in Mahdia (Tunesien)
Manel Zaouali, Aymen Bouchnak, Khouloud Ali,

Mitarbeitende von Vitalait in Mahdia (Tunesien)

Manel, Aymen, Khouloud: Drei junge Mitarbeitende von Vitalait in Tunesien haben zwei Monate am Standort Emmen gearbeitet. Sie zeigen sich beeindruckt, wie professionell unsere Abläufe sind. Und sie waren überrascht, wie herzlich sie in der Schweiz durch die Emmi Mitarbeitenden aufgenommen wurden.

«Am Anfang war es schwierig – wegen der Sprache.» Khouloud Ali, 26 Jahre alt, Lebensmittelingenieurin, spricht mal auf Englisch, mal auf Französisch. Sie ist das erste Mal in ihrem Leben ausserhalb von Tunesien. Sie sei sehr glücklich, dass sie den Oktober und November in der Schweiz verbringen könne. «Erst dachte ich, dass ich völlig verloren bin, weil alles deutsch angeschrieben ist.» Aber dann sei es gar nicht so schlimm gewesen. Vom Flughafen in Zürich haben die drei problemlos den richtigen Zug nach Luzern erwischt. «Am Bahnhof hat uns dann Thomas Arnold, Standortleiter Emmen, in Empfang genommen.»

Gutes Verständnis der Technik

Eingelebt haben sich die drei jungen Tunesier rasch. «Wir wurden vom ersten Moment an von Emmi Mitarbeitenden betreut», erzählt Aymen Bouchnak. Der 33-jährige Industrielogistiker packte während der zwei Monate in verschiedenen Abteilungen mit an. Im Engineering, in der Elektroabteilung und in der Molkereitechnik. «Er ist ein Fachmann, der die technischen Zusammenhänge versteht und gut organisieren kann», sagt Adrian Gander, Leiter der Mechanischen Werkstatt. Aymen ist beeindruckt, wie hoch entwickelt die Engineering-Abteilung ist. Auch die Grösse der Werkstatt erstaunt ihn. «Investitionsprojekte werden von A bis Z innerhalb des Betriebs realisiert. Bei uns erledigen solche Aufgaben externe Lieferanten. Wir machen die Vorschläge, sie führen sie aus.»

Auch Nachts gearbeitet

Manel Zaouali, 28-jährig, ist Technikerin in der Lebensmittelindustrie und arbeitet seit einem Jahr bei Vitalait. «Sie hat sich bei uns sehr schnell eingelebt», sagt Pius Keiser, Leiter Qualitätsmanagement und Dienste. Sie habe auch schon zweimal in der Nacht gearbeitet, um möglichst in allen Bereichen Erfahrungen sammeln zu können. In Tunesien ist sie es, die die Qualitätsmessungen der Rohstoffe und die Prozesskontrollen durchführt. «Hier in Emmen tun dies die Mitarbeitenden an den Linien», sagt Manel Zaouali. Das sei effizienter und spare Zeit. Sie überlegt sich jetzt schon, wie sie ihre Erfahrungen möglichst nutzbringend zu Hause in Tunesien umsetzen kann. «Manel ist sehr wissensdurstig und hat ein gutes Prozessverständnis», lobt Pius Keiser.

Neuland bei der Entwicklung

Khouloud Ali arbeitet in Emmen in der Entwicklungsabteilung. Sie erzählt mit Begeisterung, was sie hier kennengelernt hat. Zuerst wird im Labor in der Pfanne ein neues Produkt ausprobiert, dann folgt ein Test mit einer Pilotanlage. Erst dann geht es an die Anlage. «Dieses dreistufige Modell gibt es bei uns nicht, weil uns der Schritt mit dem Pilotversuch fehlt», erzählt Khouloud Ali. Deshalb wird ein neues Dessert für Vitalait jeweils in der Schweiz entwickelt. Dann werden Muster nach Tunesien geschickt. Oft reist Andreas Schnider, Projektleiter Entwicklung, nach Nordafrika, um bei den Betriebsversuchen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Hier erhofft sich Thomas Arnold, dass der Besuch von Khouloud Ali einen positiven Nebeneffekt haben wird: «Ziel muss es sein, dass Mitarbeitende aus der Entwicklung weniger oft nach Tunesien fliegen müssen, weil Khouloud Ali nun selber vor Ort den Prozess begleiten kann.»

«Alles ist so sauber»

Die drei Tunesier wohnen im Hotel «Brüggli», das in der Nähe des Standorts Emmen liegt. Khouloud Ali ist erstaunt, wie gut alles organisiert ist. «Der Bus kommt genau zu der Zeit, die auf dem Fahrplan steht. Alles ist so sauber und ordentlich.» Für Manel Zaouli ist es fast zu viel des Guten. «Das kann auch etwas Beengendes haben.» Aymen Bouchnak konnte am ersten Tag fast nicht glauben, was er sah: «Ich sah all diese grünen Wiesen. Zuerst dachte ich, es handle sich um künstlich angelegte Rasenflächen. Dass es so viel sattgrünes Weideland gibt, hätte ich kaum für möglich gehalten. Aber so ist es in der Schweiz tatsächlich.»

Die offenen Schweizer

Das Bild von den verschlossenen Schweizern sei falsch, finden die Gäste aus Nordafrika. «Es hiess, die Leute seien introvertiert», sagt Manel Zaouali. «Das stimmt nicht. Wenn du hier jemanden nach dem Weg fragst, gibt er dir freundlich Auskunft.» Dieses positive Schweiz-Bild liegt aber auch an der Art und Weise, wie die drei von den Emmi Mitarbeitenden umsorgt werden. «Wir waren an einem Wochenende auf dem Pilatus, einmal reisten wir ins Tessin», sagt Aymen Bouchnak und lacht. «Es ist immer jemand da, der sich um uns kümmert, wir werden überallhin eingeladen. Das ist toll.»

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