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Die Qualitätsanforderungen an Lebensmittel sind in der Schweiz sehr hoch. Eine Massnahme, um den Konsumenten einwandfreie Lebensmittel zu garantieren, ist deren Datierung. Doch während das Verbrauchsdatum ein wichtiger Sicherheitsindikator ist, stellt das Mindesthaltbarkeitsdatum lediglich eine Qualitätsgarantie dar. Produkte mit Mindesthaltbarkeitsdatum, zu denen auch Milchprodukte gehören, sind oft wesentlich länger haltbar. Deshalb spannt Emmi mit Too Good To Go zusammen und ergänzt eine Auswahl ihrer Produkte mit dem Zusatz «oft länger gut». Es soll Konsumenten dazu animieren, den Zustand von Produkten, die das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben, mit dem Einsatz der eigenen Sinne «schauen, riechen, schmecken» zu überprüfen  und so Food Waste zu vermeiden.

In der Schweiz wirft eine Person durchschnittlich 330 Kilogramm Lebensmittel pro Jahr weg*. Dafür gibt es viele Gründe. Einer davon ist die Datierung. Sie ist für einen nennenswerte Teil der Lebensmittelabfälle verantwortlich.

 

Bedeutung der verschiedenen Datierungen

Auf Lebensmitteln sind verschiedene Daten zu finden. Eigentlich ist deren Formulierung intuitiv klar. Doch mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum – das eigentlich lediglich eine Qualitätsgarantie darstellt – haben viele Mühe. Es wird oft mit dem verbindlichen Verbrauchsdatum gleichgesetzt. So landen die Lebensmittel nicht selten ungeprüft im Abfall. Dabei gäbe es eine einfache Faustregel: Solange Geruch und Geschmack stimmen und keine optischen Veränderungen wie beispielsweise Schimmelpilze sichtbar sind, kann ein Produkt problemlos verzehrt werden.

Dieser gänzlich unnötige Food Waste ist aus Sicht der Nachhaltigkeit ein vermeidbares Problem. Denn mit dem weggeworfenen Lebensmittel gehen auch alle Ressourcen (wie beispielsweise Wasser oder Energie) verloren, die entlang der Wertschöpfungskette zu dessen Herstellung eingesetzt wurden.

 

Haltbarkeit von Milch- und Milchersatzprodukten

Viele Milchprodukte werden mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum und nicht mit einem Verbrauchsdatum versehen. Dies, da die üblichen Verderbnisanzeichen – beispielsweise Schimmel auf dem Jogurt oder ranziger Geschmack von Butter – gut erkennbar sind und der Konsum geringer Mengen eines verdorbenen Milchproduktes nicht gesundheitsgefährdend ist. Nichtsdestotrotz hat das Mindesthaltbarkeitsdatum aus unserer Sicht eine Berechtigung. Denn ein Produkt muss nicht nur qualitativ einwandfrei und konsumierbar sein, sondern auch gut schmecken. Den optimalen Geschmack hat auch ein einwandfreies und sachgemäss gelagertes Produkt nicht ewig – aber eben mindestens bis zum angegebenen Mindesthaltbarkeitsdatum und ist oft länger gut

Gedankenstütze für die Konsumenten

Um Food Waste zu vermeiden, unterstützt Emmi die Bemühungen von Too Good To Go und versieht ab sofort eine erste Auswahl an Produkten mit dem Zusatz  «oft länger gut». Dies sind in einem ersten Schritt der beliebte Luzerner Rahmkäse und die Milchersatzprodukte der Marke beleaf. Sobald möglich – der Vorlauf für die Herstellung von Verpackungen beträgt im Lebensmittelbereich mehrere Monate – werden Birchermüesli und andere Frischprodukte folgen. Bereits geplant auf den Herbst ist auch ein entsprechender Hinweis auf den Fondueverpackungen. Weitere Produkte werden derzeit geprüft.

 

*Quelle: BAFU (foodwaste.ch)

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