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Weshalb wegwerfen, was man verkaufen kann!

Ruedi Heuberger, Leiter Glace-Produktion, Ostermundigen
Ruedi Heuberger,

Leiter Glace-Produktion, Ostermundigen

Nachwachsend und rezyklierbar – das macht Papier zum Material der Wahl, wenn man seine Produkte umweltschonend verpacken möchte. In den Produktionsbetrieben von Emmi fallen laufend grosse Mengen Papier und Karton an, die entsorgt werden müssen. Dank der Firma Model AG gibt es nun auch eine wirtschaftliche Lösung, um plastifizierte Papiersäcke wieder in den Papierkreislauf einzubringen. Das ist gut für die Umwelt und für die beteiligten Unternehmen.

Seit zehn Jahren optimiert Emmi ihre Schweizer Produktionsbetriebe mit dem auf der Basis der japanischen Management-Methode Kaizen basierenden Programm „Emmi Operational Excellence“ (EOE). Kernstücke von EOE sind einerseits die kontinuierliche Verbesserung, andererseits die Beiträge aller Involvierten. Zumeist kommen die Verbesserungsvorschläge von Mitarbeitenden. Ab und an auch von externen Partnern. In diesem Fall vom Schweizer Verpackungsspezialisten Model AG. Dieser ist in der Lage, auch plastifiziertes Papier so aufzutrennen, dass es in den Papierkreislauf eingebunden werden kann. Sechs bis sieben Mal kann eine Papierfaser wiederverwendet werden.

 

Lohnt sich für die Umwelt und das Portemonnaie

Zahlreiche Rohstoffe und Halbfabrikate anderer Standorte werden bei Emmi in Papiersäcken angeliefert – beispielsweise Schokoladen- und Milchpulver. Alleine am Emmi-Standort in Ostermundigen fallen so monatlich rund 1’200 Kilogramm Papiersäcke an, die entsorgt werden müssen. Bis anhin wurden diese in der Kehrichtverwertungsanlage verbrannt, da sie aufgrund der Plastikbeschichtung nicht dem normalen Papierrecycling mitgegeben werden konnten. Die Model AG kann dank einer neuen Stoffaufbereitungsanlage komplexere Verpackungen auf Papierbasis aufbereiten und die Papierfasern in den Papierkreislauf integrieren.

Dieses Verfahren schont einerseits die Umwelt, da wesentlich weniger frische Holzfasern gewonnen werden müssen. Auch fallen keine zusätzlichen Transporte an. Andererseits ist dieses Vorgehen auch für die beteiligten Unternehmen wirtschaftlich. So spart Emmi die Entsorgungskosten in der Höhe von rund 150 Franken pro Tonne.

Dieses Beispiel zeigt: dank innovativem, technologischem Pioniergeist ergeben sich auch in weit optimierten Produktionsbetrieben laufend neue Möglichkeiten um Kosten zu sparen und die Effizienz zu steigern.

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