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Das Sojanetzwerk Schweiz leistet einen wesentlichen Beitrag, um die Schweizer Landwirtschaft umfassend nachhaltiger zu machen.

Manuel Hauser, Leiter Beschaffung Emmi Gruppe
Manuel Hauser,

Leiter Beschaffung Emmi Gruppe

Nachhaltige Milchprodukte entstehen aus nachhaltiger Milch. Für Emmi steht dabei – neben dem Tierwohl – die Fütterung im Zentrum. Diese sollte in erster Linie aus Raufutter bestehen. Als Ergänzungsfutter kann das proteinreiche Soja sinnvoll sein. Jedoch muss dieses aus nachhaltigem Anbau stammen. Mit dem Beitritt zum Verein Soja Netzwerk Schweiz möchte Emmi helfen, dass in der Schweizer Milchproduktion nur noch zertifiziertes Soja eingesetzt wird.

Die Nachhaltigkeit von Milchprodukten steht und fällt mit der Herstellung der Milch. Für Emmi bedeutet dies eine dem Grasland Schweiz angepasste Milchproduktion. Für Emmi stehen dabei das Tierwohl und die Fütterung im Zentrum. Konkret sollten Milchkühe in der Schweiz wenig teures Kraftfutter fressen und hauptsächlich für den Menschen unverdaubares Gras in gehaltvolle Milch umsetzen. Für eine ausgewogene Fütterung (abhängig z.B. von Kuhrasse, Haltungssystem oder Laktationsperiode) ist aber der Einsatz von Ergänzungsfutter sinnvoll. Der Einsatz des proteinreichen Soja ist aus der Sicht von Emmi nicht auszuschliessen, solange es sich um nachhaltig hergestelltes Soja handelt.

 

Negative Folgen des Sojaanbaus

Soja wird in China und Japan seit mehreren Tausend Jahren kultiviert. Heute wird die Sojabohne auf sechs Prozent der globalen landwirtschaftlichen Nutzfläche angebaut und ist die weltweit wichtigste Ölsaat. Die grössten Sojaproduzenten sind die Vereinigten Staaten (117 Mio. t resp. 35 % der Weltproduktion) vor Brasilien (96 Mio. Tonnen resp. 30%) und Argentinien (59 Mio. t resp. 18 %). Aus Nachhaltigkeitssicht problematisch ist Soja primär wegen des Anbaus in grossflächigen Monokulturen, der Rodung von Regenwäldern zugunsten von Anbauflächen für Soja und dem Einsatz riesiger Pestizidmengen. Zudem führt die Ausdehnung des Sojaanbaus zu gesellschaftlichen Konflikten und Spannungen zwischen den Erzeugern und den jeweiligen Gemeinden. Nachhaltigkeitsstandards versuchen diesen Problemen entgegen zu wirken. Denn der Anbau von Soja ist nicht grundsätzlich kritisch. Wie die meisten Hülsenfrüchte (Leguminosen) binden Sojapflanzen Stickstoff und tragen so zur Verbesserung der Fruchtbarkeit des Bodens bei. Sie unterstützen die Bildung von Humus und wirken gegen Bodenerosion und das Auswaschen von Pflanzennährstoffen aus dem Boden.

 

Die allerletzte Meile gehen

Das Gros der Schweizer Milchbauern füttern ihre Kühe bereits heute tiergerecht und standortangepasst. Der überwiegende Teil des Futters ist Raufutter (v.a. Gras, Heu, Silage), ein minimaler Anteil (3 %) sind Ölsaaten (zu denen Soja zählt).

In der Schweiz wird ein Grossteil des Soja importiert. Heute stammen 99 % des importierten Futtersojas aus zertifiziertem, verantwortungsvollem und gentechnikfreiem Anbau. Dies ist dem Soja Netzwerk Schweiz zu verdanken. Seit 2011 setzt sich dieses aktiv dafür ein, dass primär Soja aus verantwortungsbewusster Produktion importiert wird. Damals lag die Quote noch bei lediglich 40 %. Auch der Anteil Soja aus Europa konnte massiv gesteigert werden und liegt bereits bei 22 %.

Emmi begrüsst die Bemühungen des Vereins Soja Netzwerk Schweiz. Es leistet einen wesentlichen Beitrag, um die Schweizer Landwirtschaft umfassend nachhaltiger zu machen. Mit der Mitgliedschaft im Verein Soja Netzwerk Schweiz möchte Emmi dessen Arbeit unterstützen.

Der Vorstand des Vereins Soja Netzwerk Schweiz hat am 8. Februar 2018 das Beitrittsgesuch von Emmi gutgeheissen.

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